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LogopädInnen im Bildungssektor

Meldungen, Donnerstag, 22. Juli 2010 - Alter: 50 Tag(e)

Beispiel: Angebot für pädagogische Einrichtungen im Vorschulbereich

Individuelle Sprachförderkonzepte, das brauchen und wollen viele Kindertagesstätten. LogopädInnen haben hier viel zu bieten. Foto: © Christa Eder - Fotolia.com

Immer mehr LogopädInnen arbeiten nicht ausschließlich im Gesundheitssektor, sondern bringen ihr Wissen auch in anderen Bereichen zur Geltung.
Insbesondere der Bildungsbereich ist ein Feld, in dem das logopädische Know-How erfolgreich und sinnvoll eingesetzt werden kann. Dies zeigt auch die im rechten Rand zum kostenlosen Download eingestellte Broschüre der Lörracher Logopädin Anja Mannhard, die in das Modellprojekt "Sprache erleben - Sprache fördern / Logopäden und Erzieherinnen im Tandem" eingebunden war, das sich als Angebot für pädagogische Einrichtungen verstanden hat. Exemplarisch durchgeführt wurde das Modellprojekt im Kindergarten Pestalozzi in Lörrach.

Während der Projektphase von Januar bis Mai 2010 mit insgesamt 75 Stunden kam die Logopädin und Erzieherin Anja Mannhard, die im gleichen Ort eine Praxis für Logopädie & Personzentrierte Beratung führt, in der Regel zwei mal wöchentlich jeweils fünf Stunden pro Woche in die Einrichtung zur Sprachförderung. Finanziert wurde dies zum Teil vom Träger und zum Teil von der Landesstiftung Baden-Württemberg. Die Stunden wurden durch die Hospitation einer Erzieherin der Einrichtung begleitet. Zudem gab es einen engmaschigen Austausch mit der Kindergartenleitung, die auch bei gemeinsamen Elterngesprächen beteiligt war. Frau Mannhard wohnte häufiger dem Kindergartenalltag bei, vor allem bei spezifischen Angeboten.

Die am Projekt beteiligten Kinder waren bei der Einschulungsuntersuchung (ESU) auffällig gewesen. Allerdings wichen die Ergebnisse der logopädischen Diagnostik und die Einschätzung der Logopädin stellenweise stark von denen der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ab. So wurde bei einigen Kindern neben Sprachförderbedarf auch Sprachtherapiebedarf festgestellt. Andere waren aufgrund der isolierten einmaligen Testsituation in ihren Leistungen unterschätzt worden und zeigten in der gewohnten Kindergartensituation bessere Leistungen. Frau Mannhard nahm darüber hinaus Kinder in die Sprachförderung auf, die den Erzieherinnen im Alltag sprachauffällig erschienen und bei denen sie nach einer entsprechenden Diagnostik Sprachförderbedarf feststellte; dies waren auch jüngere Kinder als Vorschulkinder oder Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen.

Das Projekt musste in dieser Form Ende Mai beendet werden, da der Träger nicht weiter finanzierte und die Mittel der Landesstiftung aufgebraucht waren.

Inhalte der im rechten Rand zum kostenlosen Download eingestellten Broschüre (ist auch Französisch, Englisch und Alemannisch verfügbar):

  • Sprachliche Bildung und Sprachförderung
  • Informationen zum mehrsprachigen Spracherwerb
  • Sprachförderung in Vernetzung mit Sprachtherapie: gemeinsam Sprache fördern
  • Wann sollten Eltern mehrsprachiger Kinder sich beraten lassen?
  • Inhaltliche Beschreibung des Projekts
  • Ziele des Sprachförderprojekts
  • Ergebnisse nach 75 Stunden Sprachförderprojekt
  • Literatur & Adressen



Weitere Informationen:

Praxis für Logopädie &
Personzentrierte Beratung
Anja Mannhard
Spitalstr. 50
79539 Lörrach
www.anjalingua.de

 

 

Von: (GS/Feit)