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Logopädie im Zentrum des Interesses

Meldungen, Dienstag, 31. März 2009 - Alter: 3 Jahr(e)

Zahlreiche LogopädInnen beteiligten sich mit Aktionen am Europäischen Tag der Logopädie - große Presseresonanz

Daniel-Tobias Gerberding, Paulus Nöfer und weitere LogopädInnen informierten am 6. März in der City Galerie in Wolfsburg über logopädische Themen. Foto: Braunschweiger Zeitung / Wolfsburger Nachrichten

Vorab eine Zahl, die schon darauf hinweist, dass am diesjährigen Europäischen Tag der Logopädie  einiges los war: über 100 Meldungen und Berichte in den Tageszeitungen befassten sich in den Tagen um den 6. März unter Bezugnahme auf diesen Jahrestag mit logopädischen Themen.  Der Südwestrundfunk sendete ein Interview mit dbl-Präsidentin Dr. Monika Rausch, ebenso Radio Lotte Weimar. Im Hessischen Rundfunk kam dbl-Geschäftsführer Lucas Rosenthal in einem Interview zu Wort. Last but not least strahlte das ZDF zur besten Vormittagssendezeit einen Beitrag zum diesjährigen Schwerpunktthema Aphasie aus, in dem auf die hervorragende Bedeutung der logopädischen Therapie hingewiesen wurde. Kurz: die Presseresonanz in diesem Jahr war außerordentlich erfreulich, zumal viele Redakteure sich sehr ausführlich des Themas angenommen und die Pressetexte von der dbl-Website reichlich genutzt haben.  Alle Artikel sind, geordnet nach Bundesländern, in der PRESSESCHAU eingestellt.

Chats, Hotlines, Vorträge und mehr: aktive LogopädInnen vor Ort

Dass es zu einer solch umfangreichen Berichterstattung gekommen ist, liegt auch an den vielfältigen Aktionen zahlreicher dbl-Mitglieder. So wurde beispielsweise ein in der Bayreuther Innenstadt geplanter Informationsstand wegen des schlechten Wetters kurzerhand ins Foyer des Klinikums verlegt. Hier präsentierten sich niedergelassene dbl-Mitglieder zusammen mit den Selbsthilfegruppen. Drei Fachvorträge mit Referenten verschiedener Professionen, Filmvorführungen, örtliche Expertenhotlines und ein Internet-Chat, Informationen und Beratungsangebote komplettierten  in Bayern den bunten Strauß an Aktionen zu diesem besonderen Tag, die übrigens zu einer sehr umfangreichen Presseberichterstattung geführt haben. In Brandenburg und Berlin öffneten LogopädInnen am 6. März ihre Praxen zur Information und Beratung im Rahmen eines Tages der offenen Tür. Darüber hinaus wurden Patienten und  Angehörige durch den Aushang der dbl-Plakate in Gesundheitseinrichtungen über die zentrale dbl-Hotline informiert. Im Saarland konnten interessierte Bürger sich über eine lokale Hotline informieren. In einem Saarbrücker Klinikum sorgte ein Informationssand dafür, dass Logopäden mit Pflegern, Ärzten, Patienten und Angehörigen ins Gespräch kamen. Auch in den anderen Bundesländern haben LogopädInnen sich vielfältige Aktionen einfallen lassen: sie haben der örtlichen Presse  Interviews gegeben, Service-Rubriken in der Tagespresse beliefert, Info-Tische in der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum aufgestellt, in einem Kino vor und nach dem Film "Schmetterling und Taucherglocke" über das Thema Logopädie informiert, Tage der offenen Tür organisiert, Vorträge gehalten oder regionale Hotlines angeboten.

Dank an ehrenamtliche dbl-Hotliner

Letzteres ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass die Experten der zentralen dbl-Hotline keinen allzu stressigen Abend hatten. Genutzt wurde die Hotline von Anrufern aus allen Bundesländern, meist Angehörige, aber auch Patienten selbst. Die allermeisten Fragen kamen zum diesjährigen Schwerpunktthema und wurden von den dbl-ExpertInnen ausführlich beantwortet. Dafür an dieser Stelle ein herzliches "Danke Schön!" an Norina Lauer, Markus Heinzl Mania sowie  Adelheid Nebel, aber auch an Karen Grosstück, die durch eine akute Kehlkopfentzündung ganz kurzfristig an der Teilnahme gehindert wurde.

Aktionstag für dbl-Kampagne "Faire Vergütung" genutzt

Einige dbl-Mitglieder haben den Aktionstag genutzt, um unsere Forderung nach einer fairen Vergütung logopädischer Leistungen öffentlich zu machen. So hat die Süddeutsche Zeitung am 6. März nicht nur über die Logopädie als Bestandteil der medizinischen Grundversorgung berichtet, sondern ist in einem Interview mit dbl-Logopädin Silvia Niederkofler auch auf das Thema Honorargefüge eingegangen. In einem weiteren Beitrag wurde unter der Überschrift "Rezeptlos gegen die rigide Verschreibungspolitik" ausführlich darüber berichtet, dass Therapien gegen Sprachstörungen kaum noch verordnet werden.
Auch im hohen Norden forderten LogopädInnen eine faire Bezahlung ihrer  diagnostischen und therapeutischen Arbeit ein und fanden dafür die Unterstützung der örtlichen SPD, wie die regionale Zeitung "Stormarner Tageblatt" berichtet.

Auch Logopädieschulen aktiv

Darüber hinaus beteiligten sich auch Logopädieschulen am Europäischen Tag der Logopädie, beispielsweise in Rostock (EWS) und am Uni-Klinikum Regensburg. An der Ostsee wurde eine Wahrnehmungsralley für Kinder organisiert und eine öffentliche Podiumsdiskussion mit 70 Gästen durchgeführt, durch die insbesondere Ärzte und Logopäden in einen intensiven Dialog gebracht wurden. In der Donaustadt machte ein Plakat in einem gut besuchten Buchgeschäft auf einen eigens zusammengestellten Büchertisch mit Literatur für Patienten aufmerksam, eine regionale Hotline sowie eine neu eingerichtete Website der Schule boten Informationen für Patienten und deren Angehörigen.

Gute Entwicklung

Insgesamt kann festgestellt werden: der Europäische Tag der Logopädie hat sich in der Berichterstattung der Medien gut etabliert und wird als Anlass für informative Beiträge zu logopädischen Themen breit genutzt. Die sich daraus eröffnenden Möglichkeiten der Information und Aufklärung nehmen neben dem dbl als Verband auch viele LogopädInnen wahr und tragen mit ihren engagierten und seriösen Aktionen schließlich wieder dazu bei, den Tag noch fester im Medienkalender zu verankern.

 

(GS/Feit)